Lovings for you and me

Lovings for you and me

"Denn wo Dein Schatz ist, da ist Dein Herz."

Es ist mein Herzens-Wunsch, dass dieser Blog eine riesige Schatzhöhle ist. Jedes LOVING möge ein leuchtender und glitzernder, manchmal auch noch ungeschliffener Edelstein sein, die zusammen gesetzt ein wunderschönes Mosaik weben für mich und für Dich.

Ich will Gedanken-Spiel-Räume öffnen für alle, die Lust auf kreative Impulse in alle möglichen Richtungen haben. Bunt eben. Die Lust am Träumen anfeuern. Teilen, was sowieso da ist, anstatt es einstauben zu lassen. Warum mit dem Teilen warten bis endlich der "richtige Zeitpunkt" da ist? Ich will jetzt Bewusst Sein leben und Freude-Samen ausstreuen. Zum Fühlen, Denken und Lieben anregen.

Jedes LOVING ist auch eine Weg-Weiserin, eine sanfte starke klare Weise, die Dir den Weg weisen kann:
tiefer in Dich hinein und weg von irgendwelchen An-Weisungen.
Wagst Du das Abenteuer der Selbst-Erforschung?
Das "Ziel" ist zu entdecken und sich jeden Augenblick daran zu erinnern, dass da schon immer nur LIEBE ist, war und sein wird-in allem, was ist.

"Gib die Suche auf, denn die LIEBE hat Dich schon gefunden..."

Dies ist mein Geschenk für Dich und eigentlich zuerst für mich selbst, denn wenn ich all das nicht mit-teile, hab ich das Gefühl innerlich zu bersten...es ist ein Ausdruck der lebendigen Kreativität, die durch alles und jeden strahlt und das Schreiben gibt meinem Leben gerade einen großen Sinn (neben dem Mutter-Sein).
Greif hemmungslos zu, lass Dich inspirieren und führen von Deinem Herzen und geh DEINEN Weg!
Von Herz zu Herz,
Ramona Yasin

Zwischen-Räume

Gedanken-BlitzePosted by Ramona Yasin Fri, November 16, 2018 18:03:13

In den letzten Tagen bin ich am Forschen, was eigentlich damit gemeint ist, wenn davon gesprochen wird „nach innen zu gehen“.

Bisher habe ich das einfach so angenommen und vor allem meinen Herz-Raum wahrgenommen, wenn ich mich nach innen versenkte.

Doch etwas in mir will es genauer wissen, fühlen, erforschen.

Mit innen ist bestimmt nicht das Innere des Körpers gemeint, oder? Wo lande ich denn da, wenn ich tief nach innen in den Körper eintauche. Irgendwo ist Schluss, wenn ich bis in die letzte Zelle getaucht bin.

In tiefen Meditationen durfte ich schon die Erfahrungen machen, in einen Innen-Raum zu gelangen, der erst ganz klein und dann immer weiter und unendlich wurde, einen ganz eigenen space, weit wie das All.
In Tag-Träumen, Bilderreisen und Visionen sehen wir Bilder, die so bunt und real sind. Sind diese Bilder innen? Im Kopf? Im Gehirn? Im "Geist"?

Wo ist denn dieser Ort „in mir“? Er ist so groß, so weit und lebendig, dass er nicht in meinem Körper, in diese beschränkte Hülle passen kann.

Wo ist dieser Raum? Und ist er dann schon wieder außen?

Je mehr ich in diese Gedanken-Spielereien und in die Meditations-Erfahrungen eintauche, desto klarer wird mir, dass das Innen und das Außen ganz und gar nicht klar zu definieren sind und es eigentlich keine Grenze gibt.

Ich nähere mich immer mehr dem Geistigen Gesetz an: „Wie innen so außen“ mit dieser Beobachtung…

Heute saß ich im Cafe und schaute aus dem Fenster auf die Straße. Auf einmal sah ich im Fenster eine Flamme, genauer eine Doppel-Flamme.

Mein Verstand weiß, dass es eine Spiegelung der Kerzenflamme ist, die vor mir auf dem Tisch stand.

Ich schaute in diese gespiegelte Flamme und es wurde zu einer Meditation, ein leichtes Eintauchen in eine andere Wirklichkeit. So ruhig, so unnahbar, so wirklich.

Wo ist diese Flamme? Ich sehe sie mit meinen Augen. Doch sie ist nicht draußen auf der Straße und sie lebt auch nicht in der Scheibe…. Wo also ist ihr zuhause? In welchem Raum ist sie existent, da ich sie doch wahrnehmen kann auch ohne um die Flamme auf dem Tisch zu wissen.

Sie wohnt in einem Zwischen-Raum, einem Ort, der nicht existiert, nicht greifbar ist und trotzdem für diesen Moment sichtbar wurde.

Und das macht mir noch einmal klar, dass sovieles für unsere Augen nicht sichtbar ist. Wir können es nicht mit unseren Sinnen begreifen, finden keine logischen Erklärungen dafür.

Und doch existiert diese Wirklichkeit, denn manchmal öffnen sich diese Räume nur für einen Augenblick und wir können einen Blick hinter den Schleier erhaschen.

So ist auch dieser November eine „dünne Schleier-Zeit“. Wenn wir für einen Moment mal unseren Verstand in den Hintergrund verschieben, dann kann es sein, dass unsere Sinne Eindrücke erfahren, die scheinbar unwirklich sind. Sie sind nicht innen, sie sind nicht außen…

Sie wohnen in den Zwischen-Räumen, den Zeitlos-Räumen, den Tag-Träumen….und in den Geschichten, Bildern und Liedern…

Ich wünsche uns allen geöffnete Innen-Sinne, Einblicke in Zwischen-Räume und unwirkliche Erfahrungen…


With Love,
Ramona Yasin







Nacht-Gedanken

Gedanken-BlitzePosted by Ramona Yasin Fri, October 12, 2018 16:21:03
Du durchsuchst mich
und
Du findest
DICH.
In der Hosentasche der Nacht,
sternengelöchert.
Viele Wege ins Unendliche
Weite
Nichts,
das sich Leben nennt.

Dreieinigkeit

Gedanken-BlitzePosted by Ramona Yasin Wed, June 13, 2018 11:42:22
Gedanken zur Dreieinigkeit

Über 30 Jahre streng christlich sozialisiert habe ich gelernt, dass die Dreieinigkeit Gottes Vater-Sohn und Heiliger Geist umfasst.

Inzwischen bin ich tiefer eingetaucht ins Leben, weg von rein geistigen Konzepten und blindem Glauben, an das, was mir (einseitig) gepredigt wird. Ich habe mehr gelernt über und die Entstehungsgeschichte des Lebens und der Erde und kann und will den weiblichen Pol nicht mehr ausklammern.
Denn wo bleibt die weibliche Kraft und Qualität in der oben beschriebenen Dreieinigkeit, der Schöpfungsmatrix des Lebens? Wo bleibt sie in meinem Leben (als Frau!)?

Schon unsere menschlichen Körper, die ein Abbild des göttlichen Wunders sind und im Glauben an die Existenz einer Seele auch Gott enthalten, unseren göttlichen Kern ausmachen, können nur Leben erzeugen, wenn sich der Same des Mannes in der Eizelle der Frau, des Weiblichen hinein begibt, dort aufgenommen wird und beide miteinander verschmelzen.
Dann wächst das Dritte in dieser geborgenen Gebär-MUTTER-Höhle heran: das Kind. Ein Wunderwerk, gezeugt und bezeugt aus der Liebe der weiblichen UND der männlichen Kraft. Beide Pole sind beteiligt. Stellen ihren Teil als „Brennholz“ zur Verfügung für den göttlichen Funken, der die eine Seele in einem neuen einzigartigen Körper entfachen will.

Das Konzept der Dreieinigkeit Gottes wie sie in der Kirche beschrieben wird, ist für mich logisch und nachvollziehbar, solange sie auf der geistigen Ebene unseres Bewusstseins verweilt und klar wird, dass es nur ein Konzept von vielen ist.

Doch da ich ein Mensch bin, mit einem Körper, meine Seele sich dieses materielle Haus erwählt hat, braucht es dazu auf dieser Erde und ihren Gesetzen eine andere Dreieinigkeit:
Frau, Mann und das Kind.

Diese Form der Dreieinigkeit Vater-Mutter-Kind fand ich im Besonderen wieder in einem Buch, das ich gerade las, als eine innerliche Form:
Innere Frau/Mutter/Geliebte-Innerer Mann/Vater/Geliebter- Inneres Kind/Horus.

Die Autorin beschreibt wie es ist, diese drei Teile in uns kennen und lieben gelernt und sie vollständig integriert zu haben. Die innere Frau und der innere Mann feiern ihren Bund, die Heilige Hochzeit und (be)zeugen ihre gemeinsam wirkenden Kräfte durch ihre gemeinsame Schöpfung, das Kind.
Wenn sich dies in uns vollzogen hat, dann sind und fühlen wir uns in und mit uns SELBST vollständig. Eine Einheit. Es ist dann nicht mehr nötig, dieses Gefühl von Einheit, dass ohne diese Integration fehlt, im Außen krampfhaft zu kreeieren oder herbei zwingen zu wollen (durch Beziehungen, Familiengestalten ua.)
Das Schöne an dieser innerlichen Vollständigkeit ist dann: sobald das geschehen ist, sind wir uns selbst Vater, Mutter, Frau, Mann, Geliebter, Geliebte und geliebtes Kind geworden und es wird sich auch im Außen auf der materiellen Ebene (leicht und logisch) manifestieren können.
Unsere Beseelung findet ihren Ausdruck dann im Außen: sie drückt regelrecht und will raus. In die Welt. Geboren werden. Als leibhaftiges Kind vielleicht oder als geistige kreative und materialisierte Schöpfung, als Projekt o.ä.

Das Bild, das die Kirche kreiert finde ich wertvoll auf der geistigen Ebene und in ihren tieferen Bedeutungs-Zusammenhängen.
Doch ohne die Dreieinigkeit der Erfahrungen unseres Menschseins auf der Erde, zu dem das Weibliche logisch dazu gehört, bleibt die Erfahrung unvollständig für mich.

Sehr einfach ausgedrückt und leicht zu verstehen ist es für mich auch in der Textzeile:
„Ich bin ein Kind des Himmels, ich bin ein Kind der Erde.“
Gott-Himmel-Vater-Bewusstsein trifft auf Göttin-Erde-Mutter-Körper und gebiert die (geistige) Schöpfung-Heiliger Geist-Kind.

Diese Worte, dieses Loving ist für mich geboren aus der immer tieferen Annäherung und Erfahrung mit den weiblichen Kräften, die durch unsere Mutter Erde verkörpert sind.
Jedes auf der Erde liegen, jede Speise, die ich von ihr nehme, der Kontakt zu Pflanzen, Menschen, Tieren… macht mir diese Kraft und ihre Macht bewusst. Alles wird lebendiger und damit auch sinnlich erfahrbar. Zum Anfassen. Berührbar, wie es auch unsere schönen Körper sind. Sein wollen und brauchen. UNsere Körper und unser Herz, das seine Liebe ausdrücken will.

Die Inspirationen und Ideen, die ich empfange sind erst mal rein geistiger Natur und verkörpern für mich das Himmlische, Geistige und Männliche Wirkprinzip. Sie bleiben luftig, rein geistig und unsichtbar, wenn ich sie nicht körperlich integriere. Nur, wenn ich sie von meinem Geist (Kopf, Denken, Inspiration) in den Körper hinein bringe, dann kann das Kind heran wachsen. Dann können beide Pole neue Frucht zeugen.
Was ich dann draus mache aus diesen Ideen, z.B. mit meinen Worten, Taten und Händen, wie ich handle, das ist dann der Ausdruck dieser Vereinigung: das leibhaftige Kind.

Ganz anders (oder auch gar nicht anders?!) formuliert es Hans Christian Andersen:

„Farben, Töne und Gedanken sind doch im Grunde die Dreieinigkeit des Universums."

Schwingung. Leben. In seinen schönsten Ausdrucksformen….in Kunst, Musik und Poesie….die wiederum zu so viel Kreativität und Schönheit inspirieren!

Mögen sich alle Menschen daran erinnern, dass sie diesen Ur-Funken in sich tragen und dass wir in unseren schönen Körpern die Frucht sind dieser genialen Zusammen-Spiels der "weiblich-männlichen" Schöpferkräfte!

With Love,
Ramona









Freude ist Freude bleibt Freude

Gedanken-BlitzePosted by Ramona Yasin Mon, May 14, 2018 14:53:16
Mein Alltag birgt für mich die schönsten Lehr-Stellen...

Neulich stand ich im Bad und erinnerte mich an einen Badschrank, den ich in meiner Ex-Ehe mit viel Liebe und Freude ausgesucht hatte. Zu diesem Schrank gehörte auch eine wunderbar neu sanierte und kreativ gestaltete Wohnung.
Diese Wohnung war dann fertig und ich auch.
Über ein Burn-Out und einer kleinen Erholungspause in einer Klinik verlief mein weiterer Weg dann raus aus dieser Wohnung, dieser Ehe, dieser Stadt, diesem Bundesland, allen Bequemlichkeiten und Zukunftsfantasien, die ich mir kreiert hatte.
Und rein in den Trennungs- und Abschiedsschmerz.

Und dieser Herz-Schmerz überlagerte dann erstmal alles, was ich vorher als schön, liebenswert und mit Dankbarkeit in meinem Leben erfahren hatte.
Dieses stille und laute Leiden und innere (unbewusste) Festhalten an dem Schmerz hielt sehr lange an. Viele Jahre.

Nun stehe ich also in einem ganz anderen Bad, erinnere mich an den Schrank und alles was da so dran hängt und spüre: Freude. Ein sanftes Fließen. Liebe. Dankbarkeit.
Ich bin ganz erstaunt und wirklich freudig berührt. Wo ist der Schmerz geblieben? Fühle ich da wirklich Freude? Sie fühlt sich so leicht an. So zart...So rein.

Und dann folgt eine für mich mächtige Erkenntnis:
Die ursprüngliche Freude, die ich damals empfunden hatte war eingebunden in eine Beziehung zu einem Menschen, einem Ort usw. War gekoppelt, verbunden. Das Gefühl und die Lebens-Situation waren scheinbar miteinander verschmolzen.
Als nun diese Beziehung zuende ging und ich mit dem Schmerz (Ärger, Wut, Trauer) identifiziert war, habe ich auch alles andere innerlich abgetötet, was ich damals als schön und l(i)ebenswert empfunden habe. In dem "damaligen Leben". Ich wollte mir die schönen Erinnerungen nicht mehr erlauben, weil sie sofort auch den alten Schmerz der Trennung wieder antriggerten.
Es gehörte irgendwie zusammen und ist dann auch zusammen versunken im Meer der Trauer. Mein schöner Erfahrungs-Schatz.

Wie oft passiert uns das als Menschen?
Gefühle werden an Dinge und Situationen und Menschen gebunden und können nicht mehr unabhängig voneinander existieren.

Jetzt geht mir ein Licht auf:
Die Freude, die ich empfunden habe ist einfach nur reine Freude. Und sie darf für sich stehen. Unabhängig existieren. Hat eine ganz eigenständige Qualität. Sie darf weiterleben, auch wenn die Beziehung zuende geht.
Sie darf weiter in mir leuchten, auch wenn alles um mich herum in Dunkelheit gehüllt ist.

Der Schatz meiner lichtvollen und freudvollen Erfahrungen strahlt weiter und bleibt wertvoll und ist unauslöschlich. Egal, wieviel Schlamm und Dreck sich darum angesammelt hat.
Und irgendwann ist auch dieser Schlamm wieder abgespült (vielleicht durch viele Tränen, die geweint werden müssen und woillen) und die goldene Statue wieder klar und sichtbar,
Für mich. Und für andere.

Dann gilt in diesem Sinne:
Freude ist Freude bleibt Freude!
Wut ist Wut bleibt Wut!
Kummer ist Kummer bleibt Kummer!

Wir vermischen so oft das Eine mit dem Anderen und dabei geht einiges an Lebens-Qualität verloren.

So darf ich jedes Gefühl einfach segnen und in seiner Klarheit spüren.
Und es leben lassen, so wie es sich jetzt zeigt.
Und darin baden und mich ganz erfüllen lassen, es auskosten.
Denn es ist reine Energie.
Und diese Energie will sich zeigen dürfen in ihrer Rein-Form und wird dann:
Wundervoll. Schöpferisch. Wohl-Tuend. Herzlich.

Von Herzen,
Ramona Yasin







Schnecken-Post

Gedanken-BlitzePosted by Ramona Yasin Thu, April 26, 2018 12:30:55
Ich sitze an der Quelle: Da liegst Du kleines Schneckenhaus. Du scheinst leer, unbelebt. Ich halte Dich in meinen Händen. So wundervoll. Schön bist Du. Vollendete Form. Farben. Ich liebe dieses Muster. Die Spirale. Dieses Ur-Symbol. So wunderschön. Harmonisch. Vollkommene Architektur. Einfach und schlicht. Und doch komplex. Ich kann mich nicht satt sehen. Es ist jedes Mal eine tiefe Freude. Eine Ekstase. Ein Erwachen. Dieses Ur-Symbol des Lebens zu betrachten, zu fühlen, zu spüren. Der Stoff, aus dem wir gemacht sind. Es ist ein Erinnern, an die Quelle in mir. An die Ursubstanz. An das ES IST.

So zeigst Du Dich mir heute morgen. Schon seit Monaten bist Du meine Begleiterin und Inspiration: Kleine Schnecke. Langsam. Lange Fühler. Fühlen. Sich strecken. Zurück ziehen. Schleim. Spur. Müll-Vertilgerin.

Ich weine und halte Dich in meiner Handfläche. An der Quelle auf einem Baumstamm sitzend. Wir zwei. Und die singenden Vögel ganz nah bei mir. Am Oster-Schweige-Ort. Dem Ort der Auferstehung, an dem wir vor ein paar Wochen still das Osterwasser geschöpft haben. Der Schmerz fließt aus mir heraus. Unaufhaltsam. Immer wieder neue Schübe. Weinen. Schluchzen. Ich lasse es durch mich hindurch fließen. Lasse den Schmerz und die Trauer aufsteigen und durch meine Augen fließen. Reinigung sein. Für einen neuen klaren Blick. Der so verschleiert war in den letzten Tagen. Es waren innerlich Rückzugs-Tage. Die Zeit der Alten. Der Sterbenden. Und doch war im Außen wieder soviel Trubel. Ich habe nach dir gesucht, kleines Häuschen. Mich gesehnt nach einem sicheren Rückzugsort. Und bin gezwungen, diesen Ort in mir zu finden. In meinem Atem. Gleich gültig, wo und mit wem ich bin. Das lerne ich von Dir, kleine Schnecke. Meinen Ort der Ruhe und der Stille bei mir zu tragen. Die Fühler einzuziehen, auch wenns außen rummelig ist. Mein Häuschen fühlt sich noch so klein an, ist noch im geistigen Wachstum. Unsichtbar. Wo ist es? Zeig Dich!

Dieses Häuschen in meiner Hand ist schon da. Es ist auch so stabil in sich. Obwohl es aus dünnem Stoff ist und zerbrechlich erscheint. Eine perfekte Konstruktion der Schöpfung. Ein mobiles Zuhause. Ein immer präsenter Schutzraum auf der Reise des Lebens. Das will ich auch!

Ich drücke leicht. Es bleibt stabil. Ich drücke stärker. Es bleibt stabil. Ich drücke noch stärker. Es zerbricht in meinen Händen. Ich erschrecke richtig. Es kracht und knackst. Mien Herz zieht sich zusammen.

Ich bin erschrocken über das, was ich getan habe. Und doch war es auch ein Reiz, ein kindlich neugieriges Drängen, gewachsen aus einer Lust, das Leben zu erforschen. Wie lange wird es dem Druck noch Stand halten können?

Nun habe ich diese Form zerstört. Getötet. Meine Kraft hat diese Schönheit zersplittert. Vernichtet. Ich spüre Faszination und Schreck zugleich. Wie machtvoll ich bin, obwohl ich mich ohnmächtig fühle.

Und es war wirklich unbewohnt.

Doch dann sehe ich darin etwas. Ein ausgetrockneter Schneckenleib?

Nein: es ist etwas kleines Schwarzes. Ich schaue genauer hin. Es ist eine kleine winzige Schnecke, die schon ihren Leib und ihre Fühler heraus streckt. Sie kriecht langsam. Balanciert ihr Häuschen und turnt in dem zerbrochenen Wrack, der Ruine des alten Hauses mutig und unbesorgt herum. Sie ist so wunderschön. Vollkommenheit im Kleinformat und doch schon so groß. Wie ein kleines Baby. Ein Neugeborenes. Ihr Häuschen schimmert golden.

Hätte ich das Alte nicht zerstört, hätte ich das neue Leben nicht erblicken können. Und es scheint schon reif zu sein. Noch sehr klein und zerbrechlich, doch schon ganz da. Ganz wach. Neugierig auf diese Welt.

Ist das Auferstehung?! Das Alte stirbt, ist zerstört und das neue Leben schon erwacht. Es war im Alten verborgen. Unglaublich. Wunderbar. Ein Wunder für mich an diesem satten bunten köstlich vollriechendem Frühlings-Morgen.

Und ein Spiegel meiner Seele: das Alte muss zerbrechen, damit das neue Leben entdeckt werden kann. Denn es ist schon da. Es wartet. Und löst das Alte, unbrauchbar Gewordene ab.

Ich fühle und erkenne an diesem Morgen:

DAS LEBEN IST UNZERSTÖRBAR.
DAS ALTE STIRBT UND MACHT PLATZ FÜR DAS NEUE.
DIE NEUE ERDE IST SCHON DA.

Beständiger Wandel. Transformation.





Gespräch mit dem Tod

Gedanken-BlitzePosted by Ramona Yasin Sun, April 15, 2018 08:48:39
Gestern Abend lag ich im Bett, um ein wenig auszuruhen.
Ich ließ meinen Atem in den Bauch hinunter gleiten.
Dort fühlte ich Angst.
Angst wovor?
Die Antwort kam sofort: vor dem Tod, vor dem Sterben.
Ich verband mich mit himmlischen Helfer-Kräften und fühlte mich sofort sicher.

"Was soll ich hier?"

Das Suchen, wovor ich Angst habe... Suchen? Kann ich den Tod suchen? Oder besser: Die Angst vor dem Tod?

Ich entschied mich, ihn zu rufen: Tod, wo bist Du? Tod, wo bist Du? Tod, wo bist Du?

Auf einmal neben mir ein lautes "BUH" und ein Lachen. Fröhlich und freundlich.

Ich wurde sofort an meine sonnige Tochter erinnert.

Der Tod, der sich ziemlich gestaltlos ausnahm und nur für mich zu hören und zu fühlen war...

Er wirkte sehr freundlich, wollte wissen, ob ich mich erschreckt habe und forderte mich gleich auf, mitzuspielen...
Und genau darum ging es dann in unserem Miteinander-Sein, in unserem Gespräch. Worum geht´s?
Um Leichtigkeit und verspielte Lebensfreude.

Er erwies sich als Lebens-Berater, was ich ziemlich lustig fand:
Der Tod berät über das Leben ;)

Seine Botschaften an mich (die in einem stillen Dialog stattfanden):
"Ich bin unausweichlich.
Ich bin das Ziel.
Der Körper wird sterben. Das ist sicher.
Sobald Du geboren wirst, strebst Du schon auf dieses Ziel, den Tod zu.
Kommst ihm mit jedem Atemzug näher.
Doch Du brauchst Dich davor nicht zu fürchten.
Denn ist ganz natürlich.
Und geht jedem so.

Du brauchst auch keine Angst haben, vor diesem letzten Atemzug, diesem letzten Ausatmen:
Stell es Dir vor wie einen Tanz mit mir.
Wir tanzen schon jetzt miteinander.
Meistens noch sehr frei und mit Abstand.
Manchmal auch schon inniger.
Und wenn Dein Körper loslässt, dann ist es nichts anderes, als dass der Tanz weitergeht, doch in einen anderen Raum hinein. Ein schlichter Wechsel von einer Ebene in die Andere.
Und ich bin dann bei Dir. Dir kann nichts geschehen. Ich steh Dir bei.
Ich umschlinge und halte Dich wie ein Liebender seine Geliebte hält.
Und flüstere Dir ins Ohr: "Ich liebe Dich."
Wir sind uns nah und Du darfst mir vertrauen.
Es wird dann unser letzter schöner enger inniger Tanz sein."

Als ich dem Tod davon erzählte, wie oft ich noch total verkrampft gefangen bin in diesem Gefühl, ich müsse etwas in diesem Leben erreichen, etwas besonders gut machen oder erfolgreich sein, damit ich mein Lebens-Soll auch erfülle, da wurde der Tod sehr traurig.

"Damit verspielst Du Dein Leben.
Das geht am Leben vorbei."

Sein Rat:
"Atme, spiele mit Kinderm, lache, genieße Dein Leben. Alles. In vollen Atem-Zügen. Das Ende nicht kontrollieren wollen."

Die Atmosphäre unseres Gesprächs war so heiter, leicht, liebevoll und beschwingt.
Es hat mir viel Angst genommen.

Ja, der Tod ist auch jetzt schon an meiner Seite. Wie ein Freund. Wir tanzen gemeinsam durchs Leben. Und es ist möglich, dass heute oder morgen oder erst in 40 Jahren der letzte Tanz getanzt sein will...

Und es geht dabei nur um eines:
Diesen Tanz in diesem Moment zu genießen als Mensch, als Seele in diesem besonderen einzigartigen Körper.
Voller Freude und Lust. An allem!

Ja. Ja. Ja.

Ich wünsche uns allen, dass wir diesen Tanz auskosten können und die liebevolle Präsenz dieses Tanzpartners und Geliebten als das empfinden, was sie ist:
freundlich, zugewandt und voller Lebens-Freude!
Der Tod ist Teil des Lebens. Sie sind nicht getrennt und auch kein Gegensatzpaar. Zwei Facetten der LIEBE, der EINEN WAHRHEIT, die sich durch uns ausdrücken...

In Liebe,
Ramona Yasin





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