Lovings for you and me

Lovings for you and me

"Denn wo Dein Schatz ist, da ist Dein Herz."

Es ist mein Herzens-Wunsch, dass dieser Blog eine riesige Schatzhöhle ist. Jedes LOVING möge ein leuchtender und glitzernder, manchmal auch noch ungeschliffener Edelstein sein, die zusammen gesetzt ein wunderschönes Mosaik weben für mich und für Dich.

Ich will Gedanken-Spiel-Räume öffnen für alle, die Lust auf kreative Impulse in alle möglichen Richtungen haben. Bunt eben. Die Lust am Träumen anfeuern. Teilen, was sowieso da ist, anstatt es einstauben zu lassen. Warum mit dem Teilen warten bis endlich der "richtige Zeitpunkt" da ist? Ich will jetzt Bewusst Sein leben und Freude-Samen ausstreuen. Zum Fühlen, Denken und Lieben anregen.

Jedes LOVING ist auch eine Weg-Weiserin, eine sanfte starke klare Weise, die Dir den Weg weisen kann:
tiefer in Dich hinein und weg von irgendwelchen An-Weisungen.
Wagst Du das Abenteuer der Selbst-Erforschung?
Das "Ziel" ist zu entdecken und sich jeden Augenblick daran zu erinnern, dass da schon immer nur LIEBE ist, war und sein wird-in allem, was ist.

"Gib die Suche auf, denn die LIEBE hat Dich schon gefunden..."

Dies ist mein Geschenk für Dich und eigentlich zuerst für mich selbst, denn wenn ich all das nicht mit-teile, hab ich das Gefühl innerlich zu bersten...es ist ein Ausdruck der lebendigen Kreativität, die durch alles und jeden strahlt und das Schreiben gibt meinem Leben gerade einen großen Sinn (neben dem Mutter-Sein).
Greif hemmungslos zu, lass Dich inspirieren und führen von Deinem Herzen und geh DEINEN Weg!
Von Herz zu Herz,
Ramona Yasin

Schnecken-Post

Gedanken-BlitzePosted by Ramona Yasin Thu, April 26, 2018 12:30:55
Ich sitze an der Quelle: Da liegst Du kleines Schneckenhaus. Du scheinst leer, unbelebt. Ich halte Dich in meinen Händen. So wundervoll. Schön bist Du. Vollendete Form. Farben. Ich liebe dieses Muster. Die Spirale. Dieses Ur-Symbol. So wunderschön. Harmonisch. Vollkommene Architektur. Einfach und schlicht. Und doch komplex. Ich kann mich nicht satt sehen. Es ist jedes Mal eine tiefe Freude. Eine Ekstase. Ein Erwachen. Dieses Ur-Symbol des Lebens zu betrachten, zu fühlen, zu spüren. Der Stoff, aus dem wir gemacht sind. Es ist ein Erinnern, an die Quelle in mir. An die Ursubstanz. An das ES IST.

So zeigst Du Dich mir heute morgen. Schon seit Monaten bist Du meine Begleiterin und Inspiration: Kleine Schnecke. Langsam. Lange Fühler. Fühlen. Sich strecken. Zurück ziehen. Schleim. Spur. Müll-Vertilgerin.

Ich weine und halte Dich in meiner Handfläche. An der Quelle auf einem Baumstamm sitzend. Wir zwei. Und die singenden Vögel ganz nah bei mir. Am Oster-Schweige-Ort. Dem Ort der Auferstehung, an dem wir vor ein paar Wochen still das Osterwasser geschöpft haben. Der Schmerz fließt aus mir heraus. Unaufhaltsam. Immer wieder neue Schübe. Weinen. Schluchzen. Ich lasse es durch mich hindurch fließen. Lasse den Schmerz und die Trauer aufsteigen und durch meine Augen fließen. Reinigung sein. Für einen neuen klaren Blick. Der so verschleiert war in den letzten Tagen. Es waren innerlich Rückzugs-Tage. Die Zeit der Alten. Der Sterbenden. Und doch war im Außen wieder soviel Trubel. Ich habe nach dir gesucht, kleines Häuschen. Mich gesehnt nach einem sicheren Rückzugsort. Und bin gezwungen, diesen Ort in mir zu finden. In meinem Atem. Gleich gültig, wo und mit wem ich bin. Das lerne ich von Dir, kleine Schnecke. Meinen Ort der Ruhe und der Stille bei mir zu tragen. Die Fühler einzuziehen, auch wenns außen rummelig ist. Mein Häuschen fühlt sich noch so klein an, ist noch im geistigen Wachstum. Unsichtbar. Wo ist es? Zeig Dich!

Dieses Häuschen in meiner Hand ist schon da. Es ist auch so stabil in sich. Obwohl es aus dünnem Stoff ist und zerbrechlich erscheint. Eine perfekte Konstruktion der Schöpfung. Ein mobiles Zuhause. Ein immer präsenter Schutzraum auf der Reise des Lebens. Das will ich auch!

Ich drücke leicht. Es bleibt stabil. Ich drücke stärker. Es bleibt stabil. Ich drücke noch stärker. Es zerbricht in meinen Händen. Ich erschrecke richtig. Es kracht und knackst. Mien Herz zieht sich zusammen.

Ich bin erschrocken über das, was ich getan habe. Und doch war es auch ein Reiz, ein kindlich neugieriges Drängen, gewachsen aus einer Lust, das Leben zu erforschen. Wie lange wird es dem Druck noch Stand halten können?

Nun habe ich diese Form zerstört. Getötet. Meine Kraft hat diese Schönheit zersplittert. Vernichtet. Ich spüre Faszination und Schreck zugleich. Wie machtvoll ich bin, obwohl ich mich ohnmächtig fühle.

Und es war wirklich unbewohnt.

Doch dann sehe ich darin etwas. Ein ausgetrockneter Schneckenleib?

Nein: es ist etwas kleines Schwarzes. Ich schaue genauer hin. Es ist eine kleine winzige Schnecke, die schon ihren Leib und ihre Fühler heraus streckt. Sie kriecht langsam. Balanciert ihr Häuschen und turnt in dem zerbrochenen Wrack, der Ruine des alten Hauses mutig und unbesorgt herum. Sie ist so wunderschön. Vollkommenheit im Kleinformat und doch schon so groß. Wie ein kleines Baby. Ein Neugeborenes. Ihr Häuschen schimmert golden.

Hätte ich das Alte nicht zerstört, hätte ich das neue Leben nicht erblicken können. Und es scheint schon reif zu sein. Noch sehr klein und zerbrechlich, doch schon ganz da. Ganz wach. Neugierig auf diese Welt.

Ist das Auferstehung?! Das Alte stirbt, ist zerstört und das neue Leben schon erwacht. Es war im Alten verborgen. Unglaublich. Wunderbar. Ein Wunder für mich an diesem satten bunten köstlich vollriechendem Frühlings-Morgen.

Und ein Spiegel meiner Seele: das Alte muss zerbrechen, damit das neue Leben entdeckt werden kann. Denn es ist schon da. Es wartet. Und löst das Alte, unbrauchbar Gewordene ab.

Ich fühle und erkenne an diesem Morgen:

DAS LEBEN IST UNZERSTÖRBAR.
DAS ALTE STIRBT UND MACHT PLATZ FÜR DAS NEUE.
DIE NEUE ERDE IST SCHON DA.

Beständiger Wandel. Transformation.






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